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Frühjahrszeit bei Hund und Katze: Fellwechsel, Darmflora und Stoffwechsel sinnvoll unterstützen
Wenn im Frühjahr die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, verändert sich auch der Organismus vieler Hunde und Katzen. Der Fellwechsel beginnt – und viele Tiere zeigen plötzlich mehr Aktivität oder wirken zeitweise etwas „aus dem Gleichgewicht“.

Gerade in dieser Phase kann es sinnvoll sein, den Körper gezielt zu unterstützen. Statt jedoch mehrere Ergänzungen gleichzeitig einzusetzen, hat sich ein strukturierter Ablauf bewährt:
Zuerst die Darmflora stabilisieren, anschließend die Ausscheidungsorgane begleiten und danach Haut und Fell gezielt unterstützen.
Begleitend kann ein hochwertiges Omega-3-Öl eine sinnvolle Basis bilden.
Warum der Frühling für Tiere eine besondere Umstellungsphase ist
Im Frühjahr laufen mehrere Anpassungsprozesse parallel:
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Beginn oder Höhepunkt des Fellwechsels,
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steigende Aktivität und mehr Bewegung,
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Veränderungen im Energiebedarf und Aktivitätsniveau,
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höhere Anforderungen an Haut und Fell.
Bei Wohnungskatzen ist der Fellwechsel oft weniger klar saisonal ausgeprägt. Durch künstliches Licht und gleichmäßige Temperaturen kann das Haaren gleichmäßiger über das Jahr verteilt auftreten.
Omega-6 und Omega-3: ein häufiges Ungleichgewicht
Viele Futtermittel enthalten relativ hohe Mengen an Omega-6-Fettsäuren. Neben der absoluten Menge spielt jedoch auch das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren eine Rolle.
Ist die Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren vergleichsweise gering, kann sich das bei manchen Tieren unter anderem bemerkbar machen durch:
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stumpfes oder glanzloses Fell,
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vermehrtes Haaren,
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empfindliche Haut.
Eine ausgewogene Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren kann daher insbesondere während des Fellwechsels sinnvoll sein.
Warum EPA und DHA so wichtig sind
Für Hunde und Katzen spielen besonders zwei langkettige Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle:
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Eicosapentaensäure (EPA)
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Docosahexaensäure (DHA)
Diese Fettsäuren kommen vor allem in fettreichem Seefisch und hochwertigem Lachsöl vor.
EPA (Eicosapentaensäure)
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beteiligt an verschiedenen Regulationsprozessen im Körper
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kann Hautstoffwechsel und Fellqualität unterstützen
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spielt eine Rolle bei natürlichen Entzündungsreaktionen
DHA (Docosahexaensäure)
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wichtiger Bestandteil von Zellmembranen
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bedeutend für Nerven- und Gehirnfunktion
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unterstützt strukturelle Prozesse im Organismus
Pflanzliche Omega-3-Quellen wie Leinöl liefern hauptsächlich Alpha-Linolensäure (ALA). Hunde können diese Fettsäure nur begrenzt in EPA und DHA umwandeln – Katzen dagegen nahezu gar nicht. Deshalb sind tierische Omega-3-Quellen im Frühling oft besonders sinnvoll.
Phase 1: Darmflora stabilisieren (ca. 10–14 Tage)
Ein wichtiger Schritt wird häufig übersehen: die Unterstützung der Darmflora.
Der Darm ist nicht nur für die Verdauung verantwortlich, sondern auch entscheidend dafür, wie gut Nährstoffe aufgenommen werden. Stress, Futterwechsel, Antibiotika oder Magen-Darm-Belastungen können die Darmflora vorübergehend beeinflussen.
Für diese erste Phase eignen sich Kombinationen aus Prebiotika und Probiotika.
Sinnvolle Bestandteile
Prebiotika
Prebiotika dienen als „Nahrung“ für nützliche Darmbakterien und fördern deren Vermehrung.
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Fructooligosaccharide (FOS) und
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Inulin unterstützen das Wachstum erwünschter Darmbakterien wie Bifidobakterien und Lactobacillen.
Weitere unterstützende Nährstoffbausteine
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Beta-Glucane werden häufig als Begleiter für körpereigene Abwehrprozesse eingesetzt.
- Mannanoligosaccharide (MOS) können unerwünschte Keime im Darm binden, sodass diese mit dem Kot ausgeschieden werden.
Probiotika
Probiotika enthalten lebende Mikroorganismen, die die Darmflora direkt unterstützen können. Häufig eingesetzt werden zum Beispiel bestimmte Stämme von Enterococcus faecium.
Was in dieser Phase auftreten kann
Die Anpassung der Darmflora benötigt Zeit. In den ersten Tagen kann es daher gelegentlich zu stärkerer Darmaktivität oder leichten Blähungen kommen. Das ist häufig Teil des Anpassungsprozesses.
Ein gutes Zielbild dieser Phase sind:
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geformter Kot
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ruhigere Verdauung
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weniger Bauchgeräusche
Besonders sinnvoll ist eine solche Darmunterstützung nach Belastungen wie Antibiotikagaben oder Wurmkuren.
Wichtig: Bei akuten Symptomen wie starkem Durchfall, Erbrechen, Blut im Kot oder deutlicher Schwäche sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.
Phase 2: Ausscheidungsorgane begleiten (ca. 3 Wochen)
Häufig verwendete Pflanzenstoffe und Nährstoffbausteine
In Ergänzungsprodukten für diese Phase finden sich häufig verschiedene Kräuter und Pflanzenstoffe, die traditionell im Zusammenhang mit Leber-, Galle- oder Nierenfunktion eingesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel:
Mariendistel (Silymarin)
wird traditionell im Zusammenhang mit der Leberfunktion verwendet.
- Artischocke
wird häufig im Kontext von Gallenfluss und Verdauungsprozessen erwähnt. - Goldrute
ist aus der traditionellen Anwendung im Zusammenhang mit der Nierenfunktion bekannt. - Birkenblätter, Brennnessel, Löwenzahn und Holunderbeeren
werden traditionell in Kräutermischungen eingesetzt, die Ausscheidungsprozesse begleiten sollen. - Chlorella
eine Mikroalge, die in manchen Ergänzungsprodukten als Bestandteil von Darm- oder Stoffwechselmischungen vorkommt. - Kieselerde (Silizium)
liefert Silizium, das an Strukturprozessen von Haut, Fell und Bindegewebe beteiligt ist. - MSM (Methylsulfonylmethan)
eine organische Schwefelquelle, die im Zusammenhang mit Bindegewebsprozessen genannt wird.
Phase 3: Fellwechsel gezielt unterstützen
In der Fellwechselzeit sind vor allem eine gute Versorgung mit hochwertigem Protein, essenziellen Fettsäuren sowie ausgewählten Mikronährstoffen wie Biotin und Zink relevant.
Wichtige Nährstoffe für Fell und Haut
Biotin
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beteiligt an der Bildung von Keratin
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unterstützt Haut und Haarstruktur
Zink
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wichtig für Hautregeneration
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beteiligt an zahlreichen Enzymprozessen
Hochwertige tierische Proteinquellen (z. B. Rotbarsch)
- liefern essenzielle Aminosäuren, die als Bausteine für Haut und Fell benötigt werden.
Seealgen
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enthalten natürliche Spurenelemente und
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können Bestandteil von Ergänzungen für Haut und Fell sein.
Regelmäßiges Bürsten hilft zusätzlich, lose Haare zu entfernen und kann die Durchblutung der Haut anregen.
Der empfohlene Ablauf im Überblick
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Begleitend: hochwertiges Omega-3-Öl
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Phase 1 (10–14 Tage): Darmflora stabilisieren
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Phase 2 (ca. 3 Wochen): Ausscheidungsorgane begleiten
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Phase 3 (ca. 3 Wochen): Haut und Fell gezielt versorgen
Wichtig ist, nicht alles gleichzeitig einzusetzen, sondern Schritt für Schritt vorzugehen.
Für welche Tiere eine Frühjahrs-Begleitung besonders sinnvoll sein kann
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Tiere im starken Fellwechsel
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Hunde mit hoher Outdoor-Aktivität
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Katzen mit stumpfem oder glanzlosem Fell
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Tiere nach der eher ruhigen Winterphase
Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamentengaben sollte vorher immer Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden.
Fazit: Struktur statt Aktionismus
„Fit in den Frühling“ bedeutet nicht, möglichst viele Ergänzungen gleichzeitig ins Futter zu geben. Sinnvoll ist vielmehr ein strukturierter Ansatz:
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gezielt auswählen
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zeitlich begrenzt einsetzen
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sinnvoll kombinieren
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individuell auf das Tier abstimmen
So kann der Organismus von Hund oder Katze die saisonale Umstellung optimal bewältigen.
Praktischer Tipp
Ein Beispiel für eine abgestimmte Kombination ist das Ergänzungsset „Fit ins Jahr“ für Hunde und Katzen, das verschiedene Komponenten für Darmflora, Ausscheidungsorgane und Fellwechsel kombiniert.
→ Fit ins Jahr – Ergänzungsset für Hunde & Katzen
Auch hier gilt: Die Produkte sollten nicht gleichzeitig, sondern entsprechend der beschriebenen Phasen eingesetzt werden.
Wenn Du unsicher bist, welche Reihenfolge oder Dosierung für Dein Tier sinnvoll ist, unterstütze ich gerne.
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